Kunst

Das Museum beherbergt eine erlesene kunstgeschichtliche Sammlung.

Zu den Besonderheiten zählt dabei sicherlich der jüngst rekonstruierte Oberlichtsaal mit Gips- abgüssen antiker Skulpturen. Gipsabgüsse der herausragenden Werke der klassischen Antike schmückten seit dem 17. Jh. die Säle vieler deutscher Kunstakademien und Museen. Sie dienten als Anschauungsmaterial für den kunstgeschichtlichen und künstlerischen Unterricht. Zu Beginn des 20. Jh. verschwanden diese „Schreckenskammern der weißen Gespenster“, wie sie damals verstanden wurden, zunehmend aus der Öffentlichkeit.
Auch der Oberlichtsaal, der in den Fürstenbergsammlungen diesen Skulpturen und Reliefs gewidmet war, wurde geräumt. Die heutige Präsentation ist ein Rekonstruktionsversuch anhand von Photos aus der Gründungszeit des Museums. Vor dem warmen Rot der Wände machen die ausgestellten Skulpturen und Reliefs einen geradezu überwältigenden Eindruck.

Über mittelalterliche Altarbilder und prunkvolle Objekte der fürstlichen Kunstkammer spannt sich der Bogen der ausgestellten Werke weiter bis zur Moderne.

In der effktvoll beleuchteten “Kunstkammer” sind besondere Preciosen zu bewundern. Die goldene Europa-Schale mit Kanne, die Johannes Lencker aus Augsburg um 1620-1630 geschaffen hat, ist eigentlich ein Lavabo, ein zeremonielles Handwaschgerät bei der Tafel. Derartig kostbare Stücke dienten jedoch weniger praktischen Zwecken als viel mehr der Zierde und Repräsentation. Schale und Kanne zeigen die Entführung der phönizischen Königstochter Europa durch den in einen Stier verwandelten Zeus. Ein erlesenes Kunstwerk ist auch der annähernd zur gleichen Zeit entstandene Elfenbeinkrug von Leonhard Kern. Der Krugmantel zeigt Badeszenen mit 14 nackten Figuren. Seine heutige Form bekam dieser Krug erst 1703, als ein Augsburger Goldschmied Sockel, Henkel und Deckel anbrachte und so aus dem Krug einen Humpen fertigte.

Mit Anselm Kiefer, einem gebürtigen Donaueschinger, ist in den fürstlichen Sammlungen einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit mit drei Werken vertreten.

Die jüngste Errungenschaft des Hauses ist die Abteilung „Fürstenberg Zeitgenössisch“. Sie wurde 2011 von dem Erbprinzenpaar Christian und Jeannette zu Fürstenberg gegründet.

Als eigenständiges Projekt, das sich aus einem Stipendiatenprogramm und dem Aufbau einer kleinen Sammlung zusammensetzt, soll „Fürstenberg Zeitgenössisch“ junge Künstler der neuen Generation fördern. Mit der Ausstellung dieser Werke wird der Versuch unternommen, neue, gesellschaftliche Strömungen zu reflektieren und zu dokumentieren.

 » Fürstenberg Zeitgenössisch

Informationen

Fürstlich Fürstenbergisches Archiv

Haldenstraße 3
78166 Donaueschingen
Tel: +49 (0) 771 22 96 77 – 560
Fax: +49 (0) 771 22 96 77 – 569

Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek

Haldenstraße 3
78166 Donaueschingen
Tel: +49 (0) 771 22 96 77 – 561
Fax: +49 (0) 771 22 96 77 – 569

Öffnungszeiten

Archiv
Mo. – Do.    9:00 – 12:30 und 14:00 – 17.00 Uhr
Fr.               9:00 – 13:00 Uhr
Um Voranmeldung wird gebeten.

Bibliothek
Mo             14:00 – 17.00 Uhr
Mi                9:00 – 12.00 Uhr

Leitung & Team

Dr. Andreas Wilts, Leiter – a.wilts@fuerstenberg-gv.de
Dr. Wilhelm Zimmermann, Archivangestellter – w.zimmermann@fuerstenberg-gv.de
Marjana Jürck, Bibliothekarin – m.juerck@fuerstenberg-gv.de

Stuttgart -> Donaueschingen:
A81 Richtung Singen, Anschlussstelle 37 AD Bad Dürrheim (Villingen-Schwenningen) von der A81 auf die A864 Richtung DonaueschingenFreiburg -> Donaueschingen:
B31 über Titisee Neustadt Richtung Hüfingen/Donaueschingen

Singen -> Donaueschingen:
A81 in Richtung Stuttgart, Anschlussstelle 37 AD Bad Dürrheim (Villingen-Schwenningen) von der A81 auf die A864 Richtung Donaueschingen

Lörrach -> Donaueschingen:
B317 bis Feldberg, dann B317/B500 über Titisee Neustadt, B31 Richtung Hüfingen/Donaueschingen

Parkplätze in ausreichender Anzahl stehen direkt im Schlosspark zur Verfügung.

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